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4 avril 2010 7 04 /04 /avril /2010 15:57

osterhase_cartoon.jpgEin fröhliches Osterfest für alle kleinen und großen Hasen, die hoffentlich  den Schokoladengenuss in diesen zwei Tagen nicht mit einer Magenverstimmung bezahlen müsse!!!! In Frankreich bringen ja bekanntlich die "cloches" (die Glocken also) die Eier und die Schokolade, es sind dieselben, die auch nach Rom fahren (wobei ich mir hier jede ironische Anspielung auf eine andere Bedeutung des Wortes verbiete...). Hier in Nordfrankreich habe ich schon früh die Bekanntschaft eines reizenden Huhns mit dem wohlklingenden Namen "Marie Pontoise gemacht, das nach seiner Rückkehr aus der heiligen Stadt die Eier für die Kinder im Gras versteckt. Eigentlich handelt es sich hier um ein belgisches Geflügel, aber, wie jeder weiß, vermischen sich die Traditionen gern in Grenzregionen. Ich für meinen Teil fühle mich eher zu Hasen und Hühnern hingezogen als zu Glocken...na ja, jedem das Seine!

Aber vor allem schöne und erholsame Osterferien für alle ermüdeten Schüler (und Lehrer), die sehnsüchtig die ersten Sonnenstrahlen eines verspäteten Frühlings erwarten - wie immer noch ein paar Lesetips für die Ferien: kein deutsches Buch, aber der eben erschienene Bericht der französischen Journalistin Florence Aubenas "Le quai d'Ouistreham", ein fesselndes Dokument über den harten Alltag der Frauen, die für einen Hungerlohn bereit sind, die undankbarsten Aufgaben in Putzkolonnen zu übernehmen. Wie Günter Wallraff ist Florence Aubenas einige Monate lang in die Haut einer Arbeitslosen geschlüpft, um an Ort und Stelle -und am eigenen Leib- zu spüren, wie diese Frauen -und Männer- von einem gnadenlosen liberalen Wirtschaftssystem ausgebeutet werden. Man sollte es übrigens auch wegen seiner literarischen Qualität lesen........

Und da ich gerade von Florence Aubenas spreche: sie hat kürzlich in einer Radiosendung ihre Lieblingsbücher vorgestellt; dabei bin ich buchstäblich aus allen Wolken gefallen, da ihre Auswahl einigen meiner Lieblingslektüren entspricht!!!

"Der Fall Maurizius" (1928) ist der wohl bekannteste Roman von Jakob Wassermann ("L'affaire Maurizius), in dem der sechzehnjährige Gymnasiast Etzel die Wahrheit über die Vergangenheit seines von allen gefürchteten Vaters, dem Oberstaatsanwalt Andergast, herausfinden will. Dieses Buch ist nicht nur vom historischen Standpunkt aus gesehen interessant, aber auch sein Aufbau als äußerst verwickelte Kriminalgeschichte macht ihn lesenswert.

"Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke" (1899) bleibt eine der schönsten Erzählungen R.M. Rilkes, eine brillante lyrische Prosa, die das kurze Leben und den Tod eines jungen Soldaten im Türkenkrieg von 1663 schildert.

Und schließlich sollte man auch Elfriede Jelineks "Die Ausgesperrten" (1980) nicht vergessen, meiner Meinung nach eines ihrer besten  Bücher, in dem -nach einer authentischen Geschichte- der Fall (im wahrsten Sinne des Wortes) einer österreichischen Jugendbande erzählt wird, die in der Nachkriegszeit  in Wien ihr Unwesen treibt und auf ihre Weise eine Art Vergangenheitsbewältigung betreibt.....

Angenehme Lektüre! (auch wenn das -zumindest für Jelinek- nicht wirklich ihre Absicht ist....)        

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19 février 2010 5 19 /02 /février /2010 18:13

Und das meint Fabien Artois, der uns schon über Piraten und Hamburger informiert hat:        

"
Was ist das Engagement, worüber Marcel Reich-Ranicki spricht ? Der Künstler ist oft engagiert, um einem Grund zu verteidigen. Der Schriftsteller greift zur Feder, weil er sein Ideal erwecken wollte. Er kämpft mit Büchern, um seine Idee zu verbreiten. Zum Beispiel, der französiche Dichter Louis Aragon hat kommunistische Schriften veröffentlicht. Aber in diesem Fall : Wie der unterscheidet sich der Schriftsteller vom Politiker ? Der Roman wäre nur ein politisches Programm und kein Werk.

         Ranicki sagt, dass die Schriftsteller nichts ändern können, aber sie sollten Änderungen anstreben. Der deutscher Literaturkritiker stellt dir Schwierigkeiten fest, um die Welt zu ändern. Das Böse, der Krieg, die Ungerechtigkeiten sind Sachen, die immer wiederkommen. Die perfekte Welt existiert noch nicht und wir sollten jeden Tag daran denken. Aber warum schreibt der Schriftsteller weiter, wenn er nichts ändern kann? Er schreibt aus zwei Gründen : Er hofft noch auf diese Änderung, die unmöglich scheint ; und er schafft « um der Qualität seiner Arbeiten willen ». Alle Werken sind nicht unbedingt ein Schrei von Hilflosigkeit, aber sie sind ein Marsch zur Gott. Die Vollkommenheit der Werke kann eine Gesellschaft ändern. Goethe, Hölderlin oder Lessing : dachten sie, dass sie für Jahrhunderte die deutsche und europäische Kultur gerade kennzeichnen wollten ? Der Schriftsteller muss für die Reinheit der Werke schreiben, und bescheiden glaubt, dass seine Schriften die Welt ins Gute ändern können. Nur die Philosophen oder die Politiker können Aunspruch erheben auf diese Änderung. Der Künstler schreibt für die Schönheit, und eine schönes Werk kann vieilleicht etwas in der ganzen Welt ändern. Deshalb muss der Schriftsteller die Hoffnung bewahren."
432px-Friedrich_hoelderlin.jpg

Friedrich Hölderlin (1770-1843)

Louise Masset sieht in Otto Dix ein Beispiel der engagierten Kunst:

Otto Dix

 

 

 

          Otto Dix ist ein deutscher Maler, der in der Nähe von Gera im Jahre 1981 geboren ist.

Zuerst  hat er Kunst mit seiner Mutter Frau Pauline Louise Amann gelernt, denn sie hat sich nämlich für Musik und Kunst interessiert. Dann hat er Kunst in seiner Jugend mit verschiedenen Kunstlehrern studiert wie Ernst Schunke und Carl Senff, der nicht an sein Talent glaubt. Er kann trotzdem ein paar Jahre später sein Studium an der Kunstgewerbeschule in Dresden besuchen dank eines Stipendiums im Jahre 1910.

         Er hat sich freiwillig in der Deutschen Armee während des Ersten Weltkriegs verpflichtet und es hat ihn vorbelastet.  Dieses Trauma ist ein wichtiges Thema in seinen Werken, wie in dem Triptychon Der Krieg, wo es einen Soldaten in der Mitte gibt, der allein und am Leben in einem Schützengraben  mit Leichen liegt. Er kritisiert auch den Schrecken des Krieges in seinem Werk, in dem wir Soldaten verwundet nach dem Krieg sehen können, die Karten spielen oder in Der Schützengraben. Im Jahre 1922 hat er eine Künstlervereinigung in Düsseldorf  integriert, die „das Junge Rheinland“ heißt. Dann ist er ein Lehrer in der Kunstakademie von Dresden geworden und ist der Bewegung „Die Neue Sachlichkeit“ beitreten, einer künstlerischen Stilrichtung in Deutschland.

          Im Jahre 1933 , nach der Machtergreifung Hitlers und dem Nazi Regime hat Otto Dix  seine Arbeit verloren. Seine Werke werden auch als „entartet“ von den Nazis bewertet und sie auch während der Nazi Ausstellung gezeigt, die „Entartete Kunst“ hieß. Außerdem wurden circa 260 Werke aus den deutschen Museen beschlagnahmt und andere im Jahre 1937 werden verbrannt.

Ein Jahr später wird Otto Dix von der Gestapo festgenommen und er wird zwei Wochen inhaftiert. Während des Zweiten Weltkriegs wird er von der französischen Armee gefasst und er kommt zurück nach Dresden im Jahre 1946. Diese Zeit ist für ihn ein Synonym für Eingebung, da er das Leiden malt und so ist er zum expressionistischen Maler geworden. Außerdem malt er religiöse Allegorien, wie z.B. ein Bild vom Heiligen Christophorus. Im Jahre 1969 stirbt Otto Dix in Singen.

            Schließlich ist Otto Dix ein Maler, der ein wichtiges Trauma während der Weltkriege  erkannte und dieses Leiden, das er gesehen hat, malte. Deshalb ist er ein berühmter Maler der Neuen Sachlichkeit und des Expressionismus wie Edvard Munsch, der den Schrei gemalt hat und der ein Pionier des Expressionismus war.

dix guerre
otto-dix-flanders.jpg

Flandern, 1936

dada_berlin_02.jpg

Die Skatspieler, 1920


Was denkt Marion Indo, wenn sie nicht über den "Rattenfänger von Hameln" schreibt?


"Nein.": das ist das erste Wort des Satzes. Mit diesem Wort versteht der Leser sofort, dass der Autor des Zitats nicht zögert zu sagen, was er wirklich denkt. Marcel Reich-Ranicki ist nämlich  eine nennenswerte und berühmte Figur der deutschen Literaturkritik. Er gibt hier seine Ansicht über die Wichtigkeit für den Schriftsteller, engagiert zu sein, wenn seine Literatur Qualität haben soll. Man kann sich fragen, was Marcel Reich-Ranicki meint, wenn er über das Engagement spricht. Was bedeutet für einen Schriftsteller, engagiert zu sein? Jeder Schriftsteller wie jeder Mensch hat Gesichtspunkte und Werte, die seine eigenen sein können oder die ihm von der Welt gegeben werden können. Aber jeder Schriftsteller, wie jeder Mensch, hat immer Ideen und Meinungen, und er wird immer von ihnen beeinflusst, wenn er schreibt. er schreibt nie nur, um zu schreiben, aber er hat vor, dem leser eine Botschaft zu übermitteln. Spgar die Künstler, die Kunst um der Kunst willen machen, sind auch engagiert, weil sie ein Projekt haben und der Kunst wieder einen Platz in der  Gesellschaft geben. Flaubert sagt, dass er ein Buch über nichts schreiben wollte: Madame Bovary   ist gewiss ein Buch über das Alltagsleben einer Frau, das nichts Ungewöhnliches hat, aber in seinem Werk will er mit Ironie die Gesellschaft selbst denunzieren. Aber das Wort "Änderungen" in dem Zitat zeigt, dass Reich-Ranicki an ein Engagement denkt, das die Welt ändern könnte, weil die Welt nicht schön genug, gut genug oder gerecht genug ist. Das kann so das politische, soziale oder sogar philosophische, ökologische Engagement sein. Der Schriftsteller soll Lust haben, dass die Welt dank ihm besser wird. Für Reich-Ranicki kann er nicht die Welt ändern. Ich bin einverstanden, dass er nicht ganz allein die Welt ändert. Der Schriftsteller ist nämlich manchmal ganz allein gegen alle, die ihn vertreiben wollen, oder die ihn eben töten wollen. Aber ich denke auch, dass er eine bestimmte Macht hat. Es gelingt ihm, den Leser zu rühren, weil der Leser sich mit der Hauptfigur identifiziert. Und so ist die Literatur ein gutes Mittel, damit die Menschen reagieren. Und in diesem Sinn hat die Literatur eine gewisse "pädagogische Funktion", weil sie neue Sachen, neue Werte unterrichtet: Wie müsste die Welt sein? Für den Literaturkritiker verbessert er die Qualität seiner Arbeit, wenn der Schriftstller "Änderungen anstreben" will. Sein Engagement inspiriert ihn und gibt dem Roman einen wirklichen und interessanten Inhalt, der diskutiert wird. Aber die Form muss auch gepflegt werden und für mich kommt diese Form nicht nur aus dem Engagement des Autors, sondern auch von seiner literarischen und künstlerischen Seite. Dieses Zitat kann auch die Frage stellen: was ist eigentlich Literatur? Ist sie nur ein Mittel oder ist sie auch eine Kunst, die ein schönes Werk schaffen will?       
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7 février 2010 7 07 /02 /février /2010 18:54
Anz_MRR.jpg
"Nein, an eine nennenswerte pädagogische Funktion der Literatur habe ich nie ernsthaft gedacht, wohl aber an die Notwendigkeit des Engagements, das soll heißen: Obwohl die Schriftsteller nichts ändern können, sollten sie Änderungen anstreben- um der Qualität ihrer Arbeiten willen." Marcel Reich-Ranicki
(deutscher Literaturkritiker)
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24 décembre 2009 4 24 /12 /décembre /2009 14:54

kugel1-1-.gifUnd wieder einmal ist es soweit! Ein Jahr geht zu Ende, die Feiertage sollten der Augenblick sein, wo wir Zeit zur Besinnung haben, zwischen Weihnachtsgans und Stollen...aber in den meisten Fällen gehen gerade diese Ferientage im Stress und Lärm der Vorbereitungen -und Katerstimmung- unter!  Erinnern Sie sich noch an diese herrlich kitschigen, aber doch so vielsagenden Schneekugeln aus unserer Kinderzeit? Es gibt sie in allen Formen, zu allen Gelegenheiten und wenn man sie schüttelt, fällt unter dem Plexiglas plötzlich Schnee. Man mag sie für lächerlich halten, eins aber ist sicher, die Magie des Schnees und der Reiz einer winterlichen Landschaft sind in diesen Kugeln einzigartig zusammengefasst. Es ist wie mit den Seifenblasen, man kann der Versuchung nicht widerstehen, diesen Schritt zurück ins Kindesalter zu wagen. Also lassen Sie es schneien, wenn auch nur in ihrem Kopf und rutschen Sie gut ins Neue Jahr!!!       
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11 novembre 2009 3 11 /11 /novembre /2009 16:10

Wissen Sie noch, wo Sie am 9. November 1989 waren? Für mich war es das Jahr, das mit dem Tod von Thomas Bernhard ganz schlecht begonnen hatte -eigentlich hätte ich ihn gerne einmal getroffen, diesen ewigen "Menschenfeind", dessen sympathisches Lächeln mich so faszinierte und der so charmant unter südlicher Sonne bei einem Glas Weißwein auf die Fragen von Journalistinnen zu antworten wusste- und das also mit einem Ereignis endete, welches niemand so richtig erwartet hatte und an das man nicht wirklich glauben wollte: man gewöhnt sich 'halt an alles, auch an dieses zweigeteilte Land...Meine ersten Erinnerungen gehen in Kinderzeit zurück, in der wir kleinen Westdeutschen es gewohnt waren, dass unsere Eltern manchmal von "drüben" sprachen, wenn es um die DDR ging: persönlich hatten wir keine Verwandten dort. Regelmäßig wurden Klassenfahrten an die Zonengrenze organisiert, wo wir 12jährigen in der Nähe von Coburg aus dem Bus stiegen und  Rostbratwürtse kauend aus respektvoller Entfernung die Wachttürme "auf der anderen Seite" begutachteten. Natürlich war die Klassenreise für uns damals wichtiger als eine tiefgehende Reflexion über das geteilte Deutschland...Leider war diese schreckliche Grenze für viele Deutsche eine historische Realität geworden, wir freuten uns natürlich über jeden kleinen Schritt nach vorn -deshalb auch unsere Begeisterung für Willy Brandts Ostpolitik- aber die Möglichkeit einer Änderung rückte immer weiter aus unserem Blickfeld. Sie können sich unsere  -wie soll man es nennen "Überraschung" "Emotionen" "Verblüfftheit"- ja eigentlich das alles und noch viel mehr vorstellen, als wir die Öffnung der Mauer am Bildschirm (damals lebte ich schon seit fünf Jahren in Frankreich) miterlebten. Wir konnten es fast nicht glauben....und was bleibt davon 20 Jahre später?
Vieles hat sich geändert, nach der Euphorie kamen Jahre der Missverständnisse, der zaghaften Annäherung zweier Welten, die sich nicht kannten, plötzlich erkannten und sicher in vielen Bereichen verkannten, Momente des Zweifelns, des Verzweifelns, die "Ostalgie" (wahrscheinlich war ja auch wirklich nicht alles zum Wegwerfen), aber eines bleibt unantastbar: die Zerstörung einer Mauer, die nicht nur Menschen von anderen trennte, aber auch eines der größten Symbole für die Unterdrückung der Freiheit in der Geschichte der Menschheit darstellte: Freiheit, dorthin zu gehen, wohin man will, zu sagen und zu tun, wozu man Lust hat - und vor allem, selbst wenn man es nicht tut, die MÖGLICHKEIT zu haben..... "Wenn es Wirklichkeitssinn gibt, dann muss es auch Möglichkeitssinn geben" heißt es im vierten Kapitel von Musils "Mann ohne Eigenschaften" - seit 20 Jahren ist für die ehemals ostdeutsche Bevölkerung aus der Utopie der Freiheit Wirklichkeit geworden. 
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11 novembre 2009 3 11 /11 /novembre /2009 15:23



SCHLOSS NEUSCHWANSTEIN

 

                                                            von Yoann Leroy, HK Lycée Watteau 

 

Das Schloss Neuschwanstein ist ein Schloss im Allgäu (südlicher Teil des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben und südostliche Baden-Württemberg); es befindet sich in der Gegend der Gemeinde Schwangau, nahe bei der Stadt Füssen. Dieses Schloss, das Ludwig II. (1845-1886), König von Bayern von 1864 bis 1886, auf einem zeklüfteten Felsen errichten ließ, sollte im richtigen Baustil der alten deutschen Burgen erstehen. Die Architektur und die Inenausstattung des Schlosses zeigen den romantischen Historismus des XIX. Jahrhunderts auf seinem Höhepunkt. Ludwig II. ließ sich allerdings nicht nur vom deutschen Mittelalter, sondern auch von der maurischen Welt Spaniens sowie von der Sagenwelt Richard Wagners inspirieren, wofür ihm Eduard Riedel und Christian Jank die Entwürfe lieferten.

In den Grundstein wurden am 05. September 1869 in der Tradition Ludwigs I. der Bauplan, Porträts des Bauherrn und Geldmünzen aus seiner Regierungszeit eingelegt. Beim Bau bediente man sich der modernsten Mittel, bei der Technik ebenso wie bei den Materialien. Der übermässige Ehrgeiz dieses Projektes verschlang den ganzen Schatz von Ludwig II. Richtfest war am 29. Januar 1880. Die technische und künstleriche Ausstattung war erst Mitte 1884 bis auf Einzelheiten abgeschlossen. Der König hatte seine neue Burg bis zuletzt nur als Baustelle gesehen; die Kemenate und der Viereckturm wurden erst 1892 (6 Jahre nach dem Königs Tod) in vereinfachter Form fertiggestellt. Bis zum Tod des Königs war nur der fünfstöckige Palast vollendet. Im Thronsaal fehlt noch – geradezu symbolisch - der Thron. Die figürliche Ausmalung bezieht sich auf die Themenwelt der Wagnerschen Opern, ist jedoch nach der Sage, nicht nach den Operntexten gestaltet.

 

 

Das Schloss Neuschwanstein gehört zu den bedeutendsten Touristenzielen Deutschlands und gilt weltweit als Sinnbild für die Zeit der Romantik. Es lockt pro Jahr ungefähr 1,3 Millionen Gäste an. Es war Vorbild für die Schlösser in den Disneyland-Themenparks und Drehort für einige Filme (z.B. Jeanne d’Arc von Luc Besson). Das Schloss Neuschwanstein wird daher als „Märchenschloss“ bezeichnet. Ausserdem liegt das Schloss Hohenschwangau in der Nähe vom Neuschwanstein. Sechs Wochen nach dem Tod von Ludwig II. von Bayern wurde das Schloss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute noch kann man natürlich den Schlossort, unter anderem mit der Marienbrücke oder die Gärten in der Umgebung vom Schloss, besichtigen.

 

 

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10 novembre 2009 2 10 /11 /novembre /2009 14:58

von Yoann Leroy, HK, Lycée Watteau



conradschuhmann-copie-1.jpgDieses Foto ist welweit bekannt. Das ist das Hauptwerk des Fotografen Peter Leibing. Das Bild wurde am 15. August 1961-also zwei Tage nach dem Bau der Berliner Mauer, in der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 aufgenommen, die Mauer,die Ostberlin (Deutsche Demokratische Republik) von Westberlin (Bundesrepublik Deutschland) trennte; ein paar Augenblicke später schoss Leibing das Foto, das durch die Weltpresse ging (zuallererst wurde die Fotografie in der deutschen Tagesboulevardzeitung „Bild“ veröffentlicht).

Der neunzehnjährige DDR-Grenzsoldat (Unteroffizier), der über den Stacheldraht in den Westen springt, heisst Hans Conrad Schumann. An jenem Tag bewachte Schumann die Berliner Mauer an der Bernauer Strasse, Ecke Ruppiner Strasse ; an diesem Platz gab es aber noch keine Mauer : die Grenzabsperreinrichtung bestand da aus kleinen Stacheldrahtrollen. In der Tat, als unerwartet die Westberliner Polizei, die Presse mit ihren Kameras erschienen, fing ein Nervenkrieg an, auf den Conrad Schumann und seinesgleichen nicht vorbereitet waren. Der Unteroffizier war durch die „Komm-rüber!“-Rufe der Westberliner erschöpft. Leibing fotographierte Schumann im Moment des Sprunges : er wusste, dass etwas Seltsames und Seltenes geschehen wird, deswegen nahm er im Voraus seine „Exacta-Kamera“ mit ihrem 200-mm-Objektiv und drückte im richtigen Moment auf den Auslöser, als sich Schumann über dem Stacheldraht befand.

Der Unteroffizier zweifelte natürlich wirklich an dem Mauerbau, nebenbei war seine Geste (als Fahnenflucht betrachtet) halbsbrecherisch, denn seine Kollegen konnten ihn erschiessen, als er über dem Zaun sprang. Im Sprung streifte er den Schulterriemen seiner Maschinenpistole ab, um sie fallenzulassen, das könnte ein Symbol sein, sich von der Bürde der schweren Verantwortlichkeit zu befreien. 

Diese Fotografie wurde zu einem der bekanntesten Bilder des Kalten Krieges. Nach dem Mauerfall gab Conrad zu : „Erst seit dem 9. November 1989 fühlte ich mich wirklich frei.“ Dreiunddreissig Jahre später, im Jahre 1998, beging Hans Conrad Schumann Selbstmord, er erhängte sich in einem Schuppen in der Nähe seines Gartens, dieser „Held, der keiner sein wollte“.

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9 novembre 2009 1 09 /11 /novembre /2009 00:00

von Fabien Artois, HK, Lycée Watteau


Wenn die Symbol sich umkehren : « Snackpoint Charlie ».

mc-do-urss-2.PNG 

 

                   McDonald’s ist das Wahrzeichen des Kapitalismus und der Vereinigten Staaten wie die Berliner Mauer das Symbol des Kommunismus für Russland war.

Der « Checkpoint Charlie » war ein Ort, wo die Fremden nach Ost-Berlin von 1961 bis 1989 kamen. Er lag in der  Friedrichstrasse an der Grenze zwischen dem Viertel Mitte ( im Sowjetsektor ) zum Viertel Kreuzberg ( im amerikanischen Sektor ).

Dieser höchst bedeutungsschwere Ort des Kalten Kriegs wurde ein amerikanisches Fast-Food im Laufe des Jahres 2010. Am Dienstag, den 29 Dezember 2009 hat das Unternehmen McDonald’s einen Antrag auf Baugenehmigung eingereicht.

Christiane Wörle, eine Wortführerin der Gruppe in Deutschland, präzisiert, dass das Gebäude  sich gegenüber von dem Mauer Museum mit 600 Quadrametern und 120 Sitzen befindet. Diese Installation würde den « Snackpoint Charlie » ersetzen : ein Ort, wo ein Verkäufer von Kebab, ein chinesisches Restaurant und eine Pizzeria lagen.

Der historische Ort war schon modernisiert worden, um mehr Touristen anzulocken, aber wir wohnen der Umkehung des Symbols bei. McDonald’s, der Vertreter der Globalisierung, richtet sich in Orten der geschlossen Welt des Kommunismus ein. Es bedeutet das Ende einer Welt, die durch Überwachung und Einschränkung regiert wurde.

Wer hätte das 1961 geglaubt ?

                                                         

 

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9 novembre 2009 1 09 /11 /novembre /2009 00:00
von Camille Dubus, HK lycée Watteau Valenciennes

 M

Friedrich Christian Anton Lang ist in Wien 1890 geboren. Er kommt aus einer bürgerlichen Familie. Er ist begeistert von Kunst, fantastischen und Kriminalgeschichten. Er studiert die Baukunst, um seinen Vater zu zufriedenzustellen. Trotzdem zieht er die Kunst vor und entscheidet sich, die Welt zu entdecken. Er reist im Orient, in Europa und in Afrika. Er entdeckt das Kino in Belgien und geht nach Paris. Er illustriert Märchen und zeichnet  Karikaturen, aber er verdient wenig Geld und muss zurückkehren, wenn der Erste Weltkrieg beginnt. Er muss in der österreischischen Armee kämpfen und während dem Konflikt wird er verletzt. Nach dem Krieg wird er ausgezeichnet.

 Metropolis-Robot.jpg

Am Anfang schreibt nur Drehbücher ( Z.B: Die Hochzeit im Excentric-Club, Hilde Warren und der Tod ). Von 1919 arbeitet er für Decla (Deutsche Eclair), er schreibt auch Szenarios für diese « Firma» (Die Frau mit den Orchideen, Die Pest in Florenz). In diesem Jahr dreht er seine ersten Filme: Halbblut, Der Herr der Liebe, Die Spinnen, Der goldene See, Harakiri). Diese sind Stummfilme in Schwarzweiß. Mit “Die Spinnen” hat er viel Erfolg. Er findet  seine Einfälle in der Weimarer Republik für “Dr Mabuse der Spieler”, in den deutschen Legenden für “Die Nibelungen”. 1926 dreht er Metropolis: dieses Werk ist wirklich überraschend dank der Spezialeffekte, einer “Vorsehung” von der Trennung zwischen den Gesellschaftsklassen. Dann folgen

     - Spione (1928)

  • Die Frau im Mond (1929)
  • M (1931), Das ist kein Stummfilm. Also verwendet er Musik und Lärm, um Spannung zu schaffen.In diesem Werk, stellt Fritz Lang die Frage nach Gut und Böse, nach der Rechtsprechung. Es war sein Lieblingsfilm.
  • In Das Testament des Dr Mabuse, denunziert er den Aufstieg des Nazismus. Es gibt nämlich Referenzen in Mabuses Reden.

1933 muss er nach Frankreich wegen des Nazismus emigrieren. Er dreht “Liliom” mit Erich Pommer (1934) und flieht in die USA. In Amerika nimmt er auf viele Filme (Z.B:Gefährliche Begegnung, Gehetzt, lebensgier, Straße der Versuchung....)

In diesen Filme finden wir wiederkehrende Themen: die Rache, der Wille zur Macht, die Triebe....

 

In den 50er Jahren kommt er zurück nach Deutschland und dreht seine letzten Filme ( Der Tiger von Eschnapur, Das indische Grabmal, Die tausend Augen des Dr Mabuse). Er ist 1976 gestorben. Sein Werk wird immer noch geschätzt und Metropolis gehört zum UNESCO-Welterbe.

 

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9 novembre 2009 1 09 /11 /novembre /2009 00:00
von Marion Indo, HK Lycée Watteau Valenciennes 

hameln7.jpg

Es war einmal ...

Hätten Sie keine Lust, das Alltagsleben während eines Augenblick zu verlassen und mit mir in die Welt der deutschen Sagen zu gehen ? Es war einmal eine deutsche Stadt, die Hameln hieß. Die Menschen, die da lebten, kannten keine Armut, keine Gewalt und keinen Krieg. Sie hatten alles, um froh zu sein ! Jedoch sind seltsame Ereignisse den Einwohnern passiert. Eines Nachts wurde die Stadt von vielen Ratten geplagt. Das war eine wirkliche Plage ! Die Einwohner wurden nämlich von Panik ergriffen. Deshalb hat der Bürgermeister entschlossen, die Menschen zu versammeln, um zu versuchen, eine Lösung zusammen zu finden. Sie haben so entschieden, Katzen loszulassen und den Ratten Fallen zu stellen ... Aber ohne Erfolg, weil die Ratten nicht starben ! Es gab immer mehr Ratten ! Eines schönen Tages ist ein düner Mann, der grüne Klamotten trug, in dem Dorf angekommen. Er wollte mit dem Bürgermeister sprechen. Der Bürgermeister hat ihn erst gemustert, weil der Mann etwas komisches hatte. Aber wenn er bekannt gab, dass nur dank ihm die Einwohner mit den Ratten fertig werden könnten, blieb der Bürgermeister sprachlos und ohne zu zögern, hat er dem unbekannten Mann vertraut. Es gab dennoch nur eine Bedingung. Für seinen Gefallen, bat der Mann den Bürgermeister um tausend Goldmünzen. Der Bürgermeister war total einverstanden : für eine solche Handlung verdiente der Mann immerhin so viel Geld ! Auf dem Platz von dem Dorf hat der Mann seine Flöte genommen und angefangen, Musik zu spielen. Die Musik hatte etwas Seltsames, Betörendes und Trauriges. Es gelang ihm, alle die Ratten anzulocken und die verfluchten Tiere folgten ihm. Er ging dann zum Fluss und die Ratten sind alle ertrunken und haben so die Einwohner zufriedengelassen ! Der geheimnisvolle Mann ist ins Rathaus zurückgekommen, um sein Geld zu bekommen. Aber zu seinem großen Erstaunen hat der Bürgermeister abgelehnt, ihm das Geld zu geben und hat den Mann beleidigt : « Sie haben nur ein kleines Musikstück gespielt, das ist nicht viel ! ». Der Mann hat nicht seine Geduld verloren und ist nicht wütend geworden. Ohne den Burgmeister zu beschimpfen, hat er ihn verlassen. Er war auf der StraBe. Und er nahm noch einmal seine magische Flöte und begann, eine überglückliche Musik zu spielen. Das war so schön, so herrlich ! Alle die Kinder lächelten und lachten und waren außer sich vor Freude. Dem Mann folgend, verließen sie ihre Eltern, ihre Häuser und ihr Dorf. Der Bürgermeister wurde ganz beunuhigt und die Einwohner waren entsetzt, weil sie nicht ihre Kinder zurückhalten konnten ! Seit dieser Zeit hat niemand die armen Kinder wiedergesehen ... Einige Menschen erzählen noch, dass sie alle gestorben sind oder denken, dass vielleicht ein Kind überlebt hat. Hat die Geschichte eine moralische Lehre ? Vielleicht denunziert sie die geizigen Menschen, die nicht ihre Versprechen halten wollen. Oder sie zeigt, dass wir immer auf unseren Verstand hören müssen, anstatt unseren Sinnen zu gehorschen. Oder sie gibt den Kindern verstehen, dass sie nicht einem unbekannten Mensch folgen müssen ... Warum nicht ?

 

 

 

 

 

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