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10 novembre 2009 2 10 /11 /novembre /2009 14:58

von Yoann Leroy, HK, Lycée Watteau



conradschuhmann-copie-1.jpgDieses Foto ist welweit bekannt. Das ist das Hauptwerk des Fotografen Peter Leibing. Das Bild wurde am 15. August 1961-also zwei Tage nach dem Bau der Berliner Mauer, in der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 aufgenommen, die Mauer,die Ostberlin (Deutsche Demokratische Republik) von Westberlin (Bundesrepublik Deutschland) trennte; ein paar Augenblicke später schoss Leibing das Foto, das durch die Weltpresse ging (zuallererst wurde die Fotografie in der deutschen Tagesboulevardzeitung „Bild“ veröffentlicht).

Der neunzehnjährige DDR-Grenzsoldat (Unteroffizier), der über den Stacheldraht in den Westen springt, heisst Hans Conrad Schumann. An jenem Tag bewachte Schumann die Berliner Mauer an der Bernauer Strasse, Ecke Ruppiner Strasse ; an diesem Platz gab es aber noch keine Mauer : die Grenzabsperreinrichtung bestand da aus kleinen Stacheldrahtrollen. In der Tat, als unerwartet die Westberliner Polizei, die Presse mit ihren Kameras erschienen, fing ein Nervenkrieg an, auf den Conrad Schumann und seinesgleichen nicht vorbereitet waren. Der Unteroffizier war durch die „Komm-rüber!“-Rufe der Westberliner erschöpft. Leibing fotographierte Schumann im Moment des Sprunges : er wusste, dass etwas Seltsames und Seltenes geschehen wird, deswegen nahm er im Voraus seine „Exacta-Kamera“ mit ihrem 200-mm-Objektiv und drückte im richtigen Moment auf den Auslöser, als sich Schumann über dem Stacheldraht befand.

Der Unteroffizier zweifelte natürlich wirklich an dem Mauerbau, nebenbei war seine Geste (als Fahnenflucht betrachtet) halbsbrecherisch, denn seine Kollegen konnten ihn erschiessen, als er über dem Zaun sprang. Im Sprung streifte er den Schulterriemen seiner Maschinenpistole ab, um sie fallenzulassen, das könnte ein Symbol sein, sich von der Bürde der schweren Verantwortlichkeit zu befreien. 

Diese Fotografie wurde zu einem der bekanntesten Bilder des Kalten Krieges. Nach dem Mauerfall gab Conrad zu : „Erst seit dem 9. November 1989 fühlte ich mich wirklich frei.“ Dreiunddreissig Jahre später, im Jahre 1998, beging Hans Conrad Schumann Selbstmord, er erhängte sich in einem Schuppen in der Nähe seines Gartens, dieser „Held, der keiner sein wollte“.

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