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4 octobre 2008 6 04 /10 /octobre /2008 18:02

(Abbildung aus www.onlinekunst.de)


















"Ach Gott! die Kunst ist lang. Und kurz ist unser Leben." (der Schüler Wagner in Goethes "Faust"; vor ihm hatte dies aber Hippokrates bereits gesagt.....)
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commentaires

Aurore 21/10/2008 19:12

Dieser Auszug von "Faust" stützt sich auf einen grundlegenden Unterschied zwischen der Dauer der Ausführung von einem Meisterwerk ("lang") oder der des künstlichen Erlernens und zwischen der Kürze des menschlichen Lebens ("kurz"). Viele Künstler haben nämlich unfertige Werke gelassen (zum Beispiel "Das Schloss" von Kafka), weil die Zeit ihnen gefehlt hat. So wird die Winzigkeit des Menschen in den Vordergrund gestellt. Im Gegenteil dauert die Kunst wie das Parthenon und in gewisser Weise der Künstler auch, der diese Werke gebaut hat (hier Phidias). Dank einem Meisterwerk kann man die menschliche Sterblichkeit übertreffen, um ewig bekannt zu werden, denn die Kunst erlaubt, zu zeigen,
dass der Mensch mächtig ist und dass er die Natur und sozusagen die Zeit beherrschen kann. Oder wäre es nur eine Illusion, insofern die Werke auch untergehen?

Manon Kolanek 14/10/2008 14:48

Dieser Satz zeigt die Winzigkeit unseres Zustandes. In der Tat sind wir nur Staub. Wir stammen von der Erde ab und gehen wieder dahin zurück. Doch verurteilt uns die Kürze unserer Überquerung, jeden Moment zu genießen. Die Schönheit ensteht eben aus unserer Sterblichkeit, weil alles um so schöner scheint. Das Unendliche verschweigt gewissermaßen die Langeweile. Außerdem braucht die menschliche Begabung die Ewigkeit nicht. Ein menschliches Leben genügt, um Meisterwerke zu schaffen. Die Kunst ist nur die Verlängerung der Hand ihres Schöpfers. Deshalb ist unsere Sterblichkeit auch nur ein Blendwerk. weil wir in Wirklichkeit die Ewigkeit mit den Werken teilen, die wir aussäen.

Géraldine 14/10/2008 14:32

Der Mensch scheint von einer Lebensbedingung erschreckt zu werden, die ihm zeigt, dass er ein sterbliches Wesen ist. Wie kann ein Mensch in der Nachwelt zeigen, dass er existiert hat? Jeder kann die Pracht eines antiken Monuments feststellen, aber es ist unmöglich, sich an "Leben" zu erinnern, die an seiner Errichtung teilgenommen haben. Dagegen lassen die großen Künstler eine Spur in der Geschichte zurück, als ob sie immer noch leben würden. Dazu sagte Horaz: "Ich habe ein Monument geschrieben, das dauerhafter als Erz ist!" Vermutlich wird der Mensch von der Ewigkeit fasziniert. Dank der Kunst scheint es, dass Goethes Gesicht unsterblich gemacht wird...Aber spiegelt die Kunst die echte Schönheit wider?

DOKTOR MEPHISTUS 06/10/2008 10:32

Wofgang hat auf erbämliche Weise bei den Griechen abgeguckt!
Etwas wahrlich Originelles scheint mir folgender Spruch (leichte und geistreiche Abwandlung des oben genannten)

"das Beben ist kurz , die Gunst ist lang"

Doktor Mephistus

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